Sonntagabend 9. August
Ich bin nun einen Monaten in Australien. Ich glaube es mal an der Zeit ein kleines Fazit zu ziehen. Ich muss wirklich sagen, dass ich von allen Leuten sehr freundlich und herzlich aufgenommen worden. Nicht nur im im Büro sondern auch von den anderen Deutschen und Australiern die ich hier kennenlernen durfte. Na gut mal von den Vollpfosten von der Hausvermietungsfirma abgesehen, die sich wirklich alle vor der Arbeiten scheuen. Was ich hier festgestellt habe ist, dass es wirklich alles viel entspannter und relaxer zu geht. Ich bin mir nicht ganz sicher ob ich das wirklich mit Deutschland vergleichen sollte. Alleine die Grössenverhältnisse und die Bevölkerungszahlen, sind so extrem verschieden, dass hier jeder Vergleich hinken würde.
Natürlich ist die Landschaft hier atemberaubend, eigentlich gar zu beschreiben. Und es gibt so verdammt viel davon. Ich hab mir vorgenommen, hier nicht nur nur tauchen zu gehen am Wochenende, sondern auch so oft wie möglich ins Outback zu fahren um dot zu campen. Dafür bekommt mein Auto eine höher gelegtes Fahrwerk und eine komplette Camping Ausrüstung. Zusätzlich bekommt er noch mehr Lampen und das ein oder andere Spielzeug. Auch das Nummernschild muss natürlich geändert werden. Da muss mein Name drauf. Am Dienstag bekomme ich meinen australischen Führerschein und dann kann ich meine neues Nummernschild bestellen. Zum Glück gibt es hier nicht sowas wie ein Fahrzeug schein, oder Fahrzeugbrief. Hier machen die mir ihren Autos was sie wollen.
Aber es ist natürlich nicht alles Gold was glänzt. Um das mal vorweg zu nehmen, ich nur alleine nicht einsam. Natürlich fehlt mir hier noch ein wenig der menschliche Kontakt am Wochenende. Unter der Woche gehe ich ja arbeiten und abends zum Sport, am Wochenende allerdings ist es dann schon sehr ruhig. Irgendwann ist das Haus sauber, alle Wäsche gewaschen und auch das Auto sauber. Dann wird es schon etwas langweilig und ich denke an zu Hause. An meine Eltern und meine Freunde die wich wirklich sehr vermisse. Alleine in einem so grossen Land ist schon etwas komisch. Aber wie gesagt, ich bin nicht einsam. Manchmal nur etwas traurig.
Der Zeitunterschied ist auch ein Problem. Immer wenn Deutschland wach wird, gehe ich fast schon wieder ins Bett.
Das grösste Problem ist allerdings, dass ich seit einem Monat aus einem Koffer leben. Das ist wirklich ätzend. Wenn ich das nächste mal so etwas mache, durchdenke ich das ganz klar besser. So ist das Haus hier ganz schön gross und es fehlen mir viele Dinge, die in meinem Container sind. So limitiert zu sein ist echt ganz schön komisch. Ich denke dabei oft an meine Zeit bei der Marine, wo es befohlen war, das alles sehr limitiert ist, aber irgendwie dachte ich, ich wäre aus dem Alter raus.
Nun ja, Morgen ist wieder Montag und je länger ich hier um so näher rückt der Zeitpunkt, dass mein Container hier aufschlägt.......ich kann es kaum erwarten.
Und es war trotzdem die richtige Entscheidung hier hin zu kommen und ich glaube wirklich, dass dies auch meine Heimat werden kann.
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