Freitag, 24. Mai 2019

25.05.19

Es ist Samstag morgen und ich bin seit gestern wieder aus Indonesien zu Hause. Wieder mal eine sehr interessante Reise. Nun muss ich erwähnen, dass in Indonesien gerade Wahlen waren und dieses Land politisch halb muslimisch ist, aber dazu später mehr.

Ich bin also am Sonntag nach Jakarta geflogen, mit dem Auftrag, den dortigen Partner auszubilden. Dieses Training gab es so noch nicht, also dachte meine Firma es sei ein gute Idee so ein Training zu entwickeln und hat mich damit beauftragt. Es sei anzumerken, dass der Direktor der sich das ausgedacht hat, vor vier Wochen entlassen wurde. Aber da besteht bestimmt kein Zusammenhang...zwinker.

Nun ja, aber Auftrag is nun mal Auftrag und wer die Hoyer's kennt, weiß dass wir sowas immer ziemlich ernst nehmen. Ich habe dieses Training also gründlich vorbereitet. Am Montag habe ich dann im Netapp Office die nötige Hardware noch konfiguriert und mich auf alles vorbereitet.
Am Dienstag ging dann das Training los und schon in der Mittagspause musste ich feststellen, dass es alles nicht so einfach wird. Ich hatte acht Studenten, wovon die Hälfte Muslime waren. Was ich allerdings nicht wusste, dass gerade Ramadan war und diese Muslime tagsüber nichts essen durften. Sie waren also ausgehungert und mussten auch früher gehen um pünktlich zum Sonnenuntergang zu Hause zu sein, um mit ihrer Familie zu frühstücken. Zusätzlich mussten sie ab und zu den Raum verlassen um zu beten.
Also war der erste Tag zwar relativ ok, aber die letzten drei Stunden habe ich halt nur 50% meiner Studenten ausgebildet.
Nun habe ich auf den zweiten und dritten Tag gehofft. Am nächsten Tag, wurde ich dann nach etwa 1 Stunde Training von der Country Managerin angerufen, die mir mitteilte, dass durch massive Ausschreitung in der Innenstadt, das Training sofort abzubrechen wäre. Einem Country Manager widerspricht man besser nicht, wenn man nur Gast in dem Land ist. Also habe ich alle nach Hause geschickt. An dem Tag kam es dann zu so heftigen Ausschreitungen, dass es 6 Tote und über 200 Schwerstverletzte gab. In der Nacht hat dann die Firma meiner Studenten und meine Firma entschieden uns alle sofort zu evakuieren. Gesagt getan. Also bin ich Donnerstag morgen direkt zum Flughafen gefahren worden. Meine Firma hat extra dafür eine Limousine zur Verfügung gestellt, die mich sicher zum Flughafen gebracht hat. Dort musste ich dann leider 8 Stunden auf meinen Abflug warten.

Alles in Allem habe ich mich nie wirklich unsicher oder bedroht gefühlt und hätte das Training auch zu Ende geführt. Sollte aber nicht so sein.

Hier noch ein paar visuelle Eindrücke.

Nachts von meinem Hotelzimmer:





Panorama :





Tagsüber :



Nachts vom Dach des Hotels aufgenommen :





Nachts vor unserem Office :



Aber ein ins vollkommen klar, dass Essen ist unwahrscheinlich gut :

Ramen:




Sushi :



Shabu Shabu:



Laksa und Black Pepper Beef :



Eins muss ich noch erwähnen, denn das hat mich echt überrascht. Man denkt ja immer das die USA und die Muslime nicht so gut miteinander klar kommen, aber dann habe ich eine junge Frau am Flughafen gesehen die eine USA Flagge als Kopftuch trug :



Das Bild ist so unscharf weil ich ziemlich weit weg stand.











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